Vorsorge

Vorsorgeuntersuchungen dienen der frühzeitigen Erkennung von Veränderungen und Erkrankungen der weiblichen Organe. Mindestens einmal im Jahr sollte die Untersuchung vorgenommen werden.

Bei der Krebsvorsorge werden Tastuntersuchungen der Brust und der dazugehörigen Lymphknoten vorgenommen. In und auf dem Gebärmutterhals werden Abstriche entnommen und zur zytologischen Untersuchung (PAP-Abstrich) eingeschickt. Zusätzlich kann eine Untersuchung auf Chlamydien erfolgen. Sie gehören zu den am häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Auch wenn es meistens zu keinen oder nur geringen Beschwerden kommt, kann die Infektion ernste Folgen haben und im schlimmsten Fall zur Unfruchtbarkeit führen.

Die Kosten für einen Früherkennungstest bei beschwerdefreien Frauen werden einmal jährlich bis zum abgeschlossenen 25. Lebensjahr von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Bei einer Kolposkopie (lupenoptische Betrachtung des Muttermundes nach Vorbehandlung) können frühe Veränderungen des Gebärmutterhalses erkannt werden.

Seit dem 01.01.2020 wird zusätzlich zur mikroskopischen Untersuchung der Zellen des Gebärmutterhalses, die durch einen Abstrich bei der Vorsorgeuntersuchung entnommen werden, bei jeder Frau ab 35 Jahren eine Untersuchung auf das Vorliegen von humanen Papillomviren (HPV), die sich als wesentlicher Risikofaktor für das Auftreten von Gebärmutterhalskrebs herausgestellt haben, vorgenommen.

Werden bei der Untersuchung keine HP Viren gefunden, kann bei der Folgeuntersuchung nach einem Jahr, bei Vorliegen eines sonst unauffälligen Untersuchungsbefundes auf einen erneuten Abstrich verzichtet werden. Dieser wird standardmäßig erst wieder bei der dritten Kontrolluntersuchung durchgeführt.